#charaktersofseptember Tag 22 – Was war das Gemeinste, das du je zu jemandem gesagt hast?

Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich habe ich schon einige gemeine oder beleidigende Sachen gesagt, aber ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern. Als kleines Kind sagt man eher gemeine Dinge als wenn man erwachsen ist. Tut man es als erwachsene Person, so ist es bewusst verletzend gemeint.
Ich habe mal gesagt, dass mir jemand gestohlen bleiben könne, aber das sagt man so, wenn man wütend ist. Wirklich ernst gemeint ist das nicht.
Überhaupt sagt man Gemeines nur, wenn man sauer auf die andere Person ist. Ansonsten hat man sich besser unter Kontrolle und vermeidet solche Sätze und Andeutungen.
Man kann sich natürlich auch über jemanden lustig machen. Vielleicht ist man sich in dem Augenblick gar nicht bewusst, dass man etwas Schlimmes und Verletzendes von sich gegeben hat. An der Reaktion der anderen Person kann man es sehen, reagiert eventuell nicht darauf. Erst später merkt man, was man eigentlich gesagt hat.
Ich versuche so etwas zu vermeiden, weil ich selbst so was nicht hören will.
(Helen Dalibor)

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#charaktersofseptember Tag 21 – Hattest du eine glückliche Kindheit?

So weit ich mich erinnere, ist es eine glückliche Kindheit gewesen. Ich hatte meinen Bruder, mit dem ich sehr viel Blödsinn gemacht habe, dann hatte ich meinen Großvater, der mit mir immer in den Zoo gegangen ist. Dazu kamen meine Freunde.
Natürlich hat es auch mal Momente in meiner Kindheit gegeben, wo ich traurig war, beispielsweise, wenn sich meine Eltern gestritten haben. Aber diese Phasen haben nie lange angedauert, weil es Knut gab, der mich dann aufgeheitert hat.
Wahrscheinlich hätte ich nicht so eine glückliche Kindheit verbracht, wenn ich meinen Bruder nicht gehabt hätte. Er war immer da, hat sich um seine kleine Schwester gekümmert.
Wenn ich an meine Kindheit denke, denke ich an Knut und dann wird mir bewusst, dass er schon so lange tot ist. Ich vermisse ihn immer noch.
(Helen Dalibor)

#charaktersofseptember Tag 20 – Magst du Haustiere? Wenn ja: welche? Wenn nein: warum nicht?

Mit Haustieren habe ich das nicht so. Vor Hunden hatte ich jahrelang Angst, weil mich einer als Kind mal gezwickt hat. Diese Angst existiert inzwischen nicht mehr, aber geblieben ist eine Abneigung gegen Hunde. Dazu kommt, dass ich Hunde für falsch halte. Sie tun, was man will, aber sobald man ihnen den Rücken zudreht, machen sie genau das Gegenteil. Natürlich machen das andere Tiere auch, aber gerade bei Hunden erwarte ich etwas anderes.
Mit Katzen kann ich erst recht nichts anfangen. Erstens haaren sie (Hunde übrigens auch), zweitens sind sie sich nur selbst genug und drittens übertragen sie eine Krankheit, die den Menschen draufgängerischer werden lässt. Auf das alles kann ich verzichten. Außerdem finde ich Katzen auch überhaupt nicht schön. Im alten Ägypten sind sie verehrt worden, aber dort dienten sie vor allem dafür, die Häuser von Mäusen zu befreien. Heutzutage jagen sie Vögel, was ich auch schon gesehen habe. Glücklicherweise waren die Vögel jedes Mal schlauer als die Katze, sodass sie rechtzeitig davonfliegen konnten, bevor die Katzen angesprungen kam.
Hamster, Schlangen, Echsen und Kanarienvögel haben mich noch nie interessiert. Karla hat mal einen Hamster gehabt. Die findet sie immer noch toll und würde sich wahrscheinlich einen zulegen, wenn in meinem Haus nicht ein absolutes Tierverbot herrschen würde.
Willkommen sind nur der europäische Marienkäfer, Weberknechte und Spinnen. Keine Haustiere, aber Nützlinge.
Ich mag vor allem Elefanten und da besonders Mala Tausendschön, wie inzwischen jeder wissen müsste. Elefanten kann man sich nicht als Haustier halten, deshalb habe ich auch keinen eigenen, aber dafür habe ich Tausendschöns Patenschaft übernommen. Sie ist weit weg, aber ich denke immer an sie und wenn ich bei ihr bin, freut sie sich, mich zu sehen. Das ist nicht nur gespielt, sie freut sich wirklich.
(Helen Dalibor)

#charaktersofseptember Tag 19 – Was magst du bei anderen überhaupt nicht?

Manchmal mag ich die ganze Person nicht. Ich kenne sie nicht wirklich, kann sie aber aus unerfindlichen Gründen nicht ausstehen. So was hat man ab und zu, dass man eine Person nicht mag. Geht Tausendschön genauso, die meinen Freund nicht leiden kann. Von der ersten Sekunde an hat sie ihn verabscheut. Na gut, ich schweife ab, denn es geht darum, was ich bei anderen nicht mag.
Falschheit steht bei mir an oberster Stelle. Wenn eine Person sich bei mir gutstellt, aber hinter meinem Rücken gegen mich integriert, dann ist diese Person der letzte Mensch auf Erden. Wenn sie neidisch auf mich ist, warum auch immer, kann ich da nichts für, aber ich will deshalb nicht von dieser Person schlecht gemacht werden, weil die Person nicht damit zurechtkommt, dass ich erfolgreicher (?) bin als sie.
Damit komme ich auch schon zum zweiten Punkt: Unehrlichkeit. Das ist bei meinen Freunden auch ein Punkt, den ich bei ihnen nicht mag. Man sollte immer ehrlich zueinander sein, denn Lügen helfen einem nicht weiter. Irgendwann ist man so dick in seinen Lügen drin, dass man gar nicht mehr herausfindet und deshalb sich noch zu etwas hinreißen lässt.
Wichtigtuer kann ich auch nicht leiden, weil die so tun, als wüssten sie alles, aber wenn es darauf ankommt, wissen sie nichts.
Wenn jemand gerne um den heißen Brei herumschwafelt, kann ich das auch nicht leiden oder mir wird von jemandem etwas minutenlang erzählt und ich habe absolut kein Interesse an der Geschichte, kann dies allerdings nicht vorzeitig beenden, weil ich weiß, dass die Person danach eingeschnappt reagieren wird.
Und dann gibt es noch diese Personen, die auf Pünktlichkeit beharren und schimpfen, wenn man zwei Minuten zu spät kommt. Sie selbst dürfen aber mindestens zehn Minuten zu spät kommen und liefern einem dann noch die haarsträubendsten Ausreden. Dann lieber zugeben, dass man sich im Zeitmanagement vertan hat.
Schleimer kann ich auch überhaupt nicht leiden, die einem immer sagen, dass man so tolle Arbeit leistet und wie man das nur schafft und ich weiß nicht was. Am Ende wollen die nur irgendetwas von einem, aber für die eigene Person interessieren sie sich nicht.
(Helen Dalibor)

#charaktersofseptember Tag 18 – Was ist dir bei deinen Freunden wichtig?

Ehrlichkeit. Es gibt nichts, was wichtiger ist, als das meine Freunde ehrlich zu mir sind.
Was nützt es mir, wenn ich mir eine neue Frisur machen lassen will, aber sie mir überhaupt nicht steht? Dann erwarte ich, dass meine Freunde mir sagen, dass diese Frisur absolut scheußlich ist.
Genauso möchte ich gesagt bekommen, wenn ich mich irgendwo verrannt habe.
Sonst noch etwas? Im Augenblick fällt mir nichts ein, aber das ist wichtig genug.
(Helen Dalibor)

#charaktersofseptember Tag 17 – Wie sieht dein übriger Freundeskreis aus?

Außer Mona und Karla habe ich sonst keine Freunde. Ich brauche auch keine mehr, denn wenn man zwei sehr enge Freunde hat, dann ist das viel wertvoller als wenn man zwanzig Freunde hat, mit denen man nur lose verbandelt ist.
Mit Markus, Karlas Freund, mit dem bin ich auch befreundet, aber eine enge Freundschaft nenne ich das nicht.
(Helen Dalibor)

#charaktersofseptember Tag 16 – Hast du eine/n beste/n Freund/in? Beschreibe sie/ihn

Zwei beste Freundinnen habe ich. Das sind Mona und Karla, die ich seit meiner Schulzeit kenne. Die beiden sind zu Beginn unserer Studienzeit bei mir ins Haus gezogen.
Mona ist ein wenig verplant. Sie hat Physik studiert und ist arbeitet nun beim DESY.
Ab und an ist sie von mir genervt, weil ich wieder etwas über total unwichtige Dinge erzähle. Wir können aber auch stundenlang über irgendwelche Umweltsachen diskutieren. Was ist nun umweltfreundlicher? Ein Büro ohne Papier oder wenn man es auch ein Mindestmaß beschränkt? Ich ziehe dann gerne den erhöhten Stromverbrauch herbei, wenn es um das papierlose Büro geht.
Dafür geht mir Monas Begeisterung für den Moschusochsen (Ivan Mosjoukine) und Stummfilme auf den Geist. Es gibt doch wirklich interessantere Themen.
Dafür hält sie nie hinter dem Berg mit ihrer Meinung, wenn ihr etwas nicht gefällt oder man nur Blödsinn schwafelt.
Karla ist ein wenig verfressen und mag am liebsten Tiefkühlkost, was ich ihr seit Jahren auszureden versuche. Wirklich erfolgreich bin ich nicht, aber man sollte seine Mission nie aus dem Auge verlieren.
Karla hat Chemie studiert, diesen Beruf aber nie ausgeübt, denn nach dem Ende ihres Studiums hat sie bei einer Wissenschaftszeitschrift begonnen. Da arbeitet sie nun immer noch, was ich ganz kurios finde, denn sie hat es überhaupt nicht mit Geschichtsdaten. Deshalb frage ich mich heute noch, wie sie da eigentlich gelandet ist.
Karla ist verständnisvoll und regt sich nicht gleich auf, wenn ich wieder mit unbedeutenden Dingen nerve.
Was mich an ihr stört ist, dass sie will, ich solle über meine Probleme reden. Die trage ich aber lieber mit mir selbst aus.
(Helen Dalibor)