Die Idee zu einer Vorgeschichte von Aneba

Als ich Aneba. Die Rückkehr veröffentlichte und es bekannt gab, bekam ich von jemanden einen Tipp, dass ich aus dem Prolog eine eigenständige Sequel machen könnte. Ich muss sagen, dass ich darüber noch nie wirklich nachgedacht habe. Zwar ist mir mal die Idee zu einer Kurzgeschichte gekommen, in der ich einen Teil des Prologs erzählen könnte, aber an einen ganzen Roman habe ich nicht gedacht.
Wenn ich nun genauer darüber nachdenke, finde ich diese Idee gar nicht so abwegig. Warum nicht einen Roman daraus machen?
Ich weiß noch, wie die erste Version des Prologs aussah. Sie war kurz, sehr kurz und als ich sie in einem Forum einstellte, wurde kritisiert, dass sie zu kurz, zu langweilig sei und man gar nicht wüsste, was einen erwarten würde, was das für eine Welt sei, in die man eintauchen wird.
Folglich setzte ich mich hin und schrieb einen völlig neuen Prolog. Herausgekommen ist das, was man nun im veröffentlichen Werk lesen kann.
Ich hatte alle Kritikpunkte übernommen, die Einleitung verlängert und vor allem die Geschichte Anebas erklärt.
Ja, man kann daraus einen eigenständigen Roman machen. Man könnte einmal den Beginn erzählen und dann die Geschichte von Minerva und Gep und das Verschwinden des Tors der Tore.
Wer die Kurzgeschichte „Die Chronik Anebas“ kennt, der dürfte noch ein wenig mehr in die Geschichte dieser Welt eingestiegen sein. Dort wird alles etwas ausführlicher geschildert als im Prolog meines ebooks „Aneba. Die Rückkehr“.
Nun mindestens ein Roman, der die Vorgeschichte von Aneba schildert.
Aktuell bin ich gerade dabei meine Notizen, Kapitelzusammenfassungen und bereits geschriebenen Kapitel des zweiten Aneba-Romans zusammenzusuchen.
Mit der Suche dauert es etwas, weshalb ich in der Zwischenzeit an einer Kurzgeschichte schreibe. Da geht es um Dormi, wie er Ackhares Beschützer wird.
(Henrik Quedburg)

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Wenn der Name ein Waschmittel ist

Elefantin Hilde lag im Schlammbad und ließ es sich gut gehen. Niemand, der sie störteoder etwas von ihr wollte.
Herrlich, so müsste es immer sein, ging es ihr durch den Kopf.
Doch mit der Stille war es vorbei, als sie Rupa und Darjeeling sich streiten hörte. Hatte der Stoßzahnpieker seiner Schwester das Futter geklaut?
„Benehmt euch, sonst werfe ich mit Schlamm“, drohte Hilde.
„Darjeeling will mir nicht glauben, dass unsere Betreuer die Namen für uns aussuchen“, sagte Rupa.
„Das stimmt.“
„In Hamburg dürfen die Besucher entscheiden, wie der Nacwuchs heißen soll“, begehrte Darjeeling auf.
„Deshalb wird Brausepaul auch bald den Namen eines Waschmittels tragen.“
„Wieso denn Waschmittel? Das ist doch Schleichwerbung.“
„Da hat es schon Elefanten mit Müsliriegel- oder Eis-Namen gegeben. Aber die Besucher sehen dort nur die Bedeutung des Namens und werfen deshalb ihre Bohne bei Raj ein. Nur blöd, dass der Name anders ausgesprochen als geschrieben wird. Niemand sagt Radsch, was wie das Zerreißen von Stoff klingt, so sondern Rei – und das ist ein Waschmittel.“
„Zum Glück entscheiden bei uns nicht die Besucher“, stellte Rupa zufrieden fest. Sie mochte ihren Namen.
„Eure Namen sind Vorschläge von Paten eurer Mutter gewesen, sonst hättet ihr Rita und Alfred geheißen.“
„Ich wär‘ für Kai gewesen, wie bei Kai aus der Kiste.“
„Hast du heimlich eine elektronische Platte geklaut und liest gespeicherte Bücher?“, wollte Hilde wissen, die das Gerät für andere Zwecke benutzen wollte.
„Nö, habe ich mal gehört, als wir Fernsehen guckten.“
„Wieso nehmen die nicht Chang? Das hat auch nur eine Silbe.“
„Weil das Chinesisch klingt und dort gibt es keine Elefanten. Natürlich könnten sie den Namen wählen und wenn Chang gewinnen sollte, könnten sie den Tennisspieler fragen, ob er Pate wird.“
„Tennisspieler?“, fragte Rupa verwundert. „Du interessierst dich doch nur für Fußball.“
„Als ich noch jung war, also gestern, hatten wir einen Betreuer, der sich für Tennis interessierte, deshalb kenne ich mich dort auch aus.“
„Tschang ist auch ein Freund von Tim und Struppi. Ihm hilft der Yeti nicht zu erfrieren“, mischte sich Darjeeling ein, stolz, mit seinem Wissen prahlen zu können.
„Hast du heimlich Kinderkanal geguckt?“, rügte ihn Hilde. „Junge Elefanten sollen nicht so viel Fernsehen und schon gar keine
Zeichentrickserien.“
„Das lief mit französischen Untertiteln. Wenn ich eines Tages umziehen muss, kann ich eine Fremdsprache.“
„Sehr löblich, aber probier’s mit Englisch. Nachher ziehst du nach Italien um, da nützen dir deine Französisch-Kenntnisse wenig.“
„Was bleibt außer dem Waschmittel und dem Tennisspieler?“, wollte Rupa wissen.
„Na, was wohl? Der imposanteste aller Namen, auch wenn er nur der ehemalige Name eines Landes ist, doch diesen Namen hat ein sehr bekannter und beliebter Elefant getragen. Siam kannst du im Pariser Naturkundemuseum bewundern. Da kannst du deine Französischkenntnisse zum Besten geben, Darjeeling.“
„Nenn mich Ceylon. Der Name gefällt mir besser.“
„Hast du zu langein der Sonne gestanden? Für dich muss kein neuer Name gefunden werden, du hast einen, der zu dir passt.“
„Ceylon klingt viel schöner.“
„Darüber würde sich Waschmittel-Elefant Brausepaul auch freuen. Lieber wie eine Teesorte heißen als ein Reinigungsmittel.“
„Dagegen müssen wir etwas tun“, sagte Rupa. „Wir müssen die Besucher zwingen, dass sie Siam wählen?“
„Ach, und wie? Willst du unseren dortigen Genossen sagen, sie sollen Schilder hochhalten, wo Wählt Siam! draufsteht? Da denken die Besucher, siesollen beeinflusst werden.“
„Ich weiß es!“, sagteDarjeeling stolz und tanzte auf der Stelle. „Wir werfen ganz viele Bohnen in die Siam-Säule. Dann kommt der Name durch.“
„Schöne Idee, könnte von mir sein. Weil sie nicht von mir ist, hat sie einen Haken. Wie willst du dort hinkommen und womit die Bohnen bezahlen?“
„Ich verkleide mich!“
„Als siamesischer Zwilling? Du schaffst es nicht weiter als von hier bis zum Misthaufen.“
„Wir müssen doch verhindern, dass Brausepaul den Namen eines Waschmittels bekommt.“
„Wir wünschen uns, dass er Siam heißt“, sagte Rupa entschlossen.
„Genau! Dann wird Brausepaul Siam heißen und nichr Waschmittel-Raj.“
Hilde schloss die Augen. Seit wann gingen Wünsche in Erfüllung? Sie wünschte sich seit Jahren, Gisela ordentlich in den Hintern zu treten, ohne dafür bestraft zu werden und in einen anderen Zoo umziehen zu müssen. Darauf wartete sie immer noch.
Aber hoffen durfte man und so hoffte sie, dass die Tierparkbesucher in Hamburg nicht nach der Bedeutung des Namens entscheiden würden und Siam wählten. Kein Elefant wollte wie ein Waschmittel heißen, vor allem kein stattlicher Elefantenbulle wie Brausepaul einer einmal sein würde.
(Helen Hoffmann)

Fantasy-Roman Aneba. Die Rückkehr als ebook erhältlich

Es hat gedauert, sehr lange gedauert, aber nun ist es endlich so weit. Mein Fantasy-Roman Aneba. Die Rückkehr ist auf Amazon veröffentlicht worden.
Eigentlich hatte ich ihn beim Tolino-Award einreichen wollen, aber dort konnte ich das Manuskript aus unbekannten Gründen nicht hochladen, weshalb ich mich für Amazon entschieden habe.
Das ebook ist veröffentlicht, aber mit dem Taschenbuch brauche ich noch zwei Tage. Dann wird auch dieses veröffentlicht sein. Ich habe ein paar technische Probleme, aber die sind bald behoben und dann kann es ebenfalls veröffentlicht werden.
Aneba. Die Rückkehr ist exklusiv auf Amazon erhältlich.
Worum geht es in dem Fantasy-Roman?
Aneba wird vom Namenlosen bedroht. Er will über diese Welt herrschen. Um dies zu verhindern, kehrt die Auserwählte Ackhare von der Erde nach Aneba zurück.
Nur mit Schwierigkeiten kann sie sich an das einfache Leben gewöhnen und gerät immer wieder in Streit mit einem ihrer Begleiter. Während sie versucht, sich ihrer Aufgabe zu stellen, trifft sie auf Attra, der von den Elmen gemieden wird. Ackhare hat Mitleid mit ihm und möchte ihn wieder in die Gemeinschaft aufnehmen, nichtsahnend, dass Attra ganz jemand anderes ist, als er vorgibt zu sein. Erst als es zu spät ist, erkennt sie, dass sie in eine Falle getappt ist.
Können die anderen Auserwählten und ihr Beschützer Dorami sie noch rechtzeitig aus Attras Klauen befreien und Aneba vor dem Bösen schützen?
Neugierig geworden? Das ebook gibt es bei Amazon. Das Taschenbuch folgt in den nächsten Tagen.
(Henrik Quedburg)

Es kann auch zu viel sein

Wenn man ein Manuskript überarbeitet zeigt sich oft, wie der eigene Schreibstil ist. Besonders gut kann man das an ein paar Jahre alten Manuskripten ausmachen.
Wenn man die Seiten überarbeitet, ist die Seite überfüllt von blauer Tinte. Manchmal sind es nur einzelne Sätze oder Wörter, die geändert werden müssen oder gestrichen werden. Dann kann es allerdings auch sein, dass man vor lauter blauer Tinte den Überblick verliert und gar nicht mehr weiß, welcher Satz nun eigentlich an diese Stelle kommt. Zwar habe ich versucht, alles irgendwie so abzugrenzen, dass man nicht durcheinander kommt, aber es ist schwierig. Das geht alles irgendwie ineinander über und dann wird es noch durch Pfeile miteinander verbunden. Diese Seiten habe ich gefürchtet und bei denen bin ich wirklich nur drei Sätze weit gekommen, weil ich mich nicht länger darauf konzentrieren konnte. Es machte mich fertig. Deshalb kam ich an einigen Stellen mit dem Manuskript auch einfach nicht voran, weil auf den Seiten so viel zu ändern war.
Ich weiß noch, wie ich manchmal vor einem Blatt gesessen habe und nicht wusste, wo Anfang und Ende ist.
Das ist glücklicherweise vorbei. Das Projekt ist beendet.
(Henrik Quedburg)

Minutengeschichten zur Fußball-WM

Die Fußball-WM neigt sich dem Ende zu, in wenigen Stunden ist sie vorbei.
Ich hatte kurz vor der WM verkündet, dass ich ein paar Minutengeschichten mit Elefantin Hilde als Fußballorakel schreiben würde. Das habe ich getan, auch wenn ich bisher nur eine Geschichte veröffentlicht habe. Etwas schreiben und etwas veröffentlichen sind bekanntlich immer zwei verschiedene Dinge. So auch hier. Ich werde noch ein paar der Geschichten veröffentlichen. Allerdings erst nach der WM.
Die habe sie testen lassen und sie sind sehr gut angekommen. Man hat Tränen gelacht, besonders an einer Stelle, als Hilde mal wieder vom Größenwahnsinn geplagt war.
Bei Gisela wird auf ihr Wettproblem kurz eingegangen und dass sie sich schon mal als Fußballorakel versucht hatte, aber nur gut abgeschnitten hätte, weil sie vorher bestochen worden war.
In den Geschichten geht es meist darum, dass Hilde ihre Vermutung, wie ein Spiel ausgehen wird, bereits abgegeben hat und dies mit den anderen Elefanten diskutiert. Das ist jedes Mal ein anderes Elefant, sonst würde Langeweile aufkommen, nicht wahr?
Ich hatte überlegt, dass Hilde auch die beiden Halbfinals tippen wird. Eigentlich sollte sie alle Deutschland-Spiele tippen, nichtsahnend, dass Deutschland mit Weltmeisterfluch erliegen würde. So wurden es weniger Spiele, deshalb beide Halbfinals, das Spiel um Platz drei und natürlich das Finale. Bei der Geschichte zum Finale werde ich mir etwas Besonderes ausdenken.
Und wenn die WM vorbei ist, geht es mit den normalen Minutengeschichten von Elefantin Hilde und ihren Artgenossen weiter. Dazu kommen auch noch andere Minutengeschichte. Sie sind bereits geschrieben und warten auf ihre Veröffentlichung.
(Helen Hoffmann)

Halloween-Geschichte zum Dritten

Wie jedes Jahr am 31. Oktober ist Reformationstag. Im Norden wird es das erste Mal ein Feiertag sein und ich frage mich, warum gerade der Tag gewählt wurde. Die meisten denken, an dem Tag sei Halloween. In den USA ist das auch nicht verkehrt, hier in Deutschland wurde es zwangseingeführt. Nachdem der große Hype vor etwa zehn Jahren war, dümpelt dieses falsche Martinsfest so vor sich hin.
Ich war nie ein Freund davon, aber das mag daran liegen, dass wir im Februar Fasching haben und ich mit Süßigkeiten nicht viel anfangen kann.
Worauf ich eigentlich hinauswill. Ich versuche nun im dritten Jahr meine Halloween-Geschichte zu schreiben. Die letzten beiden Jahre habe ich sie angefangen beziehungsweise fortgeführt, beendet allerdings nicht. Das soll sich in diesem Jahr nun endlich ändern. Nachdem ich mit der Ostergeschichte länger gebraucht habe als ich dachte, will ich mich nun der Halloween-Geschichte widmen.
Wie gewohnt bei den Tifa20-Kurzromanen wird es Chaos geben und nichts so funktionieren, wie es eigentlich sein sollte.
Die Ideen für die Handlung habe ich noch im Kopf und einige Dialogszenen aufgeschrieben, die an irgendeiner Stelle eingeführt werden sollen. Deshalb hoffe ich, dieses Mal tatsächlich fertig zu werden. Aber meist kommt es anders und oft anders als man denkt.
(Helen Hoffmann)

#LovemyVillain Tag 30 – Was bringt dich zum Lachen? Lachst du überhaupt?

Mich bringt sehr viel zum Lachen. Wenn ich einen guten Einfall habe und damit jemandem schaden kann, der mich von meinem Ziel abhalten will, dann finde ich das sehr amüsant. Aber auch so lache ich gern. Ich bin kein lustiger, kumpelhafter Typ, aber Lachen ist wichtig.
(Henrik Quedburg)